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Durch „Deep Work“ effizient & qualitativ arbeiten

Ali Ekinci
Ali Ekinci
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Durch „Deep Work“ effizient & qualitativ arbeiten
Durch „Deep Work“ effizient & qualitativ arbeiten

Viele von uns sind am Ende eines Arbeitstages ausgelaugt, energielos und einfach nur saumüde. Als Grund dafür sehen wir denimmensen Berg an Arbeit, den wir tagtäglich bewältigen müssen und der schlicht und einfach nicht kleiner zu werden scheint. Doch wenn wir ehrlich mit uns selbst sind und unserenArbeitsalltag einer genauen Prüfungunterziehen, werden wir feststellen, dass dieEnergieräuber auch in den zahlreichen Ablenkungenliegen, denen wir während der Arbeitszeit unterworfen sindbzw. denen wir uns selbst unterwerfen. Und da wir beii‑pointing wissbegierig in puncto effizientes Arbeitensind, hatten wir an unserem letzteni-worx dayim September einenWorkshop zum Thema „Deep Work“.

Definition von „Deep Work“

Der Begriff „Deep Work“ bezeichnet einenZustand höchster Konzentration, der es uns erlaub, ohne Ablenkungenum uns herum, komplett in unsere Arbeit einzutauchen und nicht nur schnell, sondern auch hochwertig zu arbeiten. Der Begriff wurde von demInformatiker Cal Newportgeprägt, in dessen Buch „Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World“ ereinfache und anwendbare Techniken und Methodenvorstellt, wie wir unsere Arbeitsprozesse optimieren können (und sollten). Das A und O bei „Deep Work“ ist dabei derVerzicht auf sämtliche Kommunikationsmedien für festgelegte Zeitenwährend des Arbeitstages.

„Deep Work“ vs. „Shallow Work“

Wie bereits definiert, bezeichnet „Deep Work“tiefes Arbeiten. Im Gegenzug dazu gibt es das so genannte „Shallow Work“= oberflächliches Arbeiten. Zu letzterem zählen Tätigkeiten „rund um das Arbeiten“ wie dasBeantworten von E-Mails, dem Koordinieren von Projekten und dem Organisieren von Meetings. Diese Aufgaben sind aus einem Arbeitsalltag nicht wegzudenken. Allerdings sollten sie mitwenig Zeitaufwanderledigt werden, so dass mehr Zeit fürqualitative Arbeitbleibt.

„Deep Work“ in der Praxis

In unseremWorkshop haben wir Tipps und Methodengelernt, wie wir „Deep Work“ imArbeitsalltag unserer Agentur zur Anwendungbringen können. Schließlich klingen viele Dinge in der Theorie sehr gut, sind in der Praxis aber kaum umzusetzen oder erfordern ein hohes Maß an Aufwand. Nicht so„Deep Work“-Methoden. Wir stellen Ihnen hier4 Tippsvor, die leicht in den Arbeitsalltag zu integrieren sind:

1. Arbeitsumgebung ohne Ablenkungen

Wir leben in einer Zeit derständigen Erreichbarkeit und konstanten Benachrichtigungen, die uns auf mehreren Kanälen unentwegt entgegenspringen. Um in tiefes Arbeiten eintauchen zu können, soll manAblenkungen so weit wie möglich eliminieren. Das heißt, sämtlicheBenachrichtigungen ausschalten, das Handy weglegen, nur für die Arbeit notwendige Internetbrowser offen haben. Springen Sie zwischen mehreren Aufgaben hin und her, schafft das einen so genanntenAufmerksamkeitsrückstand, bei dem es bis zu 20 Minuten dauern kann, wieder in den Flow zu kommen.

Für unsere Mitarbeiter:innen bedeutet das, sich aus unnötigen Teams-Kanälenherauszuziehen bzw. diese auf stumm zu schalten. Wir haben bereitsMaßnahmen diesbezüglich ergriffen und nutzen ab sofort nur einen Kanal, in dem für allewichtige Infosgeteilt werden. Das bedeutet nicht, dass wir uns zwischendurch nicht lustige Bilder schicken oder eine gemeinsame Kaffeepause einlegen. Wir wissen nur genau, wann wir es tun.

2. Zeitfenster schaffen

Es ist sinnvoll, sichArbeitsabläufe in Zeitfenstereinzuteilen. Überlegen Sie sich vorab, wann Sie am produktivsten sind. Die größten Aufmerksamkeitsspannen liegenmorgens zwischen 8 und 10 Uhr und nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr. Wenn Sie wissen, wann Ihre Aufmerksamkeit abzunehmen beginnt, können Sie diese Zeit für das oberflächliche Arbeiten nutzen.

Tipp: Die „Pomodoro-Methode“. Bei dieser vom italienischen Unternehmer Francesco Cirillo erfundenen Methode teilt man sich dieArbeitszeit in 25-minütige Segmente („Pomodori“)ein, die von5-minütigen Pausenunterbrochen werden. Nach etwa4 „Pomodori“ macht man eine 15-20-minütigePause.

3. Konzentrationsfähigkeit trainieren

Die beste Methode, um seineKonzentrationsfähigkeit zu trainierenist – Sie haben es erraten: „Deep Work“. In der Welt von Instagram, TikTok und anderenSocial Media Zeitfressernsind wir es nicht gewohnt,einfach mal nichts zu machen oder uns nicht ständig mit der Außenwelt zu beschäftigen. Deshalb ist es umso wichtiger, dem Gehirn entweder wirklichwertvolle Informationzu liefern – wie etwa mit demLesen von Büchern– oder dem Gehirnregelmäßige Pausenzu gönnen – etwa mitMeditation.

4. „Deep“ statt „Shallow Work“

Priorisieren Sie tiefes Arbeitengegenüber den oberflächlichen Tätigkeiten.Kreieren Sie Zeitfenster für Ihre hochkonzentrierten Aufgabenund bleiben Sie dabei. Springen Sie nicht zwischen beiden hin und her, denn IhreAufmerksamkeit hat ein Limit. Priorisieren Sie und fragen Sie sich „Was ist mir wichtiger?“ „Welche Aufgaben sind es wert, dass ich mich tatsächlich auf sie konzentriere und dabei ein qualitativ hochwertiges Ergebnis abliefere?“

„Deep Work“ lässt sich erlernen und ist eineFrage der Gewohnheit. Wir alle sind Gewohnheitstiere und können uns unwahrscheinlich schnell an neue Begebenheiten anpassen. DieMethoden für „Deep Work“ in den Arbeitsalltagzu integrieren bedeutet natürlich auch, seineGewohnheiten zu identifizieren.

Seien Sieaufmerksam und ehrlichmit sich selbst. Wir alle geben uns den täglichen Ablenkungen nur allzu gerne hin. Am Ende des Tages müssen wir aber nicht energielos und ausgelaugt sein. Wenn wirrichtig priorisieren und unsere (ebenfalls begrenzte) Zeit effektiv und sinnvolleinsetzen, können wir mit demGefühl von Zufriedenheit nach einem Arbeitstagnach Hause oder auf die Couch gehen.

Quellen:
https://asana.com/de/resources/what-is-deep-work
https://karrierebibel.de/deep-work/
https://www.studysmarter.de/magazine/pomodoro-technik-produktivitaet-im-studium/